Profil-Artikel vom 10.7.2010
http://www.profil.at/articles/1027/560/272937/wie-ihr-hausarzt
muss aber dann doch dem herrn kollegen Loewit aus Marchegg widersprechen wenn er meint "Unter dem wachsenden Wust an Leitlinien gehe die ärztliche Heilkunst zusehends verloren"
seit wann ist bitte medizin eine kunst?? medizin ist beinharte wissenschaft und wer EBM oder leitlinien nicht versteht der hat seinen beruf missverstanden. als ob es nicht logisch wäre dass man beim anwenden von EBM-leitlinien das gehirn einschalten muss und nicht stur nach einem rezept vorgeht.
vielleicht stecken da noch traditionelle, patriarchale berufsvorstellungen aus vergangenen jahrhunderten dahinter wo der arzt tatsächlich noch sowas wie "unaustauschbar" war; eine nahezu unfehlbare "eminenz", der zu widersprechen blasphemie gleichkäme..
ansonsten ein hervorragender artikel!
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he schaf, wo machst denn jetzt turnus?
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Bin in Vorarlberg untergekommen! Und dort wo isch bin, da gefällts mir eigentlich sogar ganz gut. Sicher - nicht alles is friede freude Eierkuchen...aber im Großen und ganzen - alles Paletti!
fg
CLuB-SHCaF
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wieder @topic:
habe den artikel inzwischen auch gelesen, finde ihn sehr gut. übrigens vom gleichen journalisten, der auch für den beitrag in Thema (es wurde hier darüber diskutiert) recherchiert hat.
wiedermal ein deutliches warnschild (mMn zu recht), in Ö. den turnus zu machen.
und ein deutlicher hinweis, wie desaströs die zustände in der allgemeinmedizin in österreich sind bzw. sich entwickeln werden. den einzelnen niedergelassenen allgemeinmediziner bzw. die gruppe der niedergel. allgemeinmediziner Österreichs trifft dabei meiner meinung nach, nach allen anderen playern (ÄK, Politik, Mentalität der FÄ, etc.) die aller geringste teilschuld.
Frage mich, wann die Politik endlich was tut.
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Ich hab die Hoffnung aufgegeben, daß die Politik was tut. Kann sie gar nicht:
Sie ist gefangen zwischen dem Diktat der leeren Kassen einerseits und dem Volkeswillen, wie das Gesundheitsystem zu sein hat, auf der anderen Seite. Diesem Spagat fällt alles andere (Qualität, Ausbildung, Arbeitsbedingungen, etc...) zum Opfer.
Die Frage ist eher, wann es so dermaßen krachen wird, daß wir (damit mein ich die Bvk.) uns amerikanische Verhältnisse WÜNSCHEN werden.
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das österreichische gesundheitswesen ist ein in sich geschlossenes universum, gekennzeichnet durch desinteresse und inkompetenz seitens der politik, populismus von landesfürsten, feudalherrschaft der ärztekammern (mit sehr selektivem interesse in sachen standesvertretung) und ausbeutermentalität bei den spitalserhaltern.
angesichts dieses reformresistenten filzes verstellt es den verantwortlichen die längerfristige sicht. ich verstehe auch nicht warum einige populisten so viel macht haben, ohne auf expertenmeinungen hören zu müssen. für jeden schas braucht man heute eine ausbildung, aber um macht an sich zu reissen braucht man weder IQ noch matura, ja nicht mal charisma, sondern nur die richtigen freunde. DAS ist erschreckend. aber symptomatisch!
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Das ist Demokratie bzw. repräsentative Demokratie. Und die österreichische Mentalität. Ich mache den Politikern da kaum einen Vorwurf, die machen das, was die Leute wollen und die Leute wollen Gratismedizin für alles, jeden und zu jeder Zeit.
Jeder Politiker, der irgendwas anderes andenkt, wird sofort abgewählt und kann erst recht nichts erreichen.
Jedes Land hat die Politiker, die es vedient. Auch und insbesondere Österreich.
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meine anfängliche schwere skepsis gegenüber dem schwedischen gesundheitswesen hat sich da ziemlich gewandelt in den jahren in denen ich hier gearbeitet habe. hier gibts fast-gratismedizin für alle, aber nicht zu jeder zeit. hier wird knallhart prioritiert, es gibt selbstbehalte für alles, und die erste anlaufstation sind allgemein-fachärzte. in meinen augen funktioniert das system schon besser als das österreichische, und hier waren auch politiker am werk.
daher glaube ich dass es eher an der mentalität des volkes liegt und was für ein solidaritätsverständnis eine bevölkerung hat, und das scheint in schweden einen höheren stellenwert zu haben als in österreich. ist zumindest mein subjektiver eindruck.
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Sag ich ja, es liegt an der Mentalität des Volkes und diese bedingt dann die Politiker. Daher kann ich nicht den Politikern die Schuld geben; die reagieren auf das, was das Volk will. Und da darfst Du als Politiker gar nicht anfangen Dich zu trauen, sowas wie generalisierte Selbstbehalte, Priorisierung, etc... anzusprechen sonst bist Du Deinen Posten los, bevor Du "Gesundheitsreform" sagen kannst.
Deswegen sag ich ja. Die Leute sind selber schuld, wenn das System bald krachen wird. Kein Mitleid.
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Der Artikel is ok, alle halbe Jahr oder so kommt wird sowas in der Richtung publiziert. Geaendert hat sich nix.
Ich kann den ersten Beitrag hier von Scandoc nur unterschreiben.
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Guter Artikel. Aber mal ehrlich...ich glaub nicht, dass sich in den nächsten zehn Jahren irgendwas ändert.
fg
CLuB-SHCaF