Arbeitszeit der Spitalsärzte soll reduziert werden
Laut einem Vorschlag der Ärztekammer soll die maximale Dienstzeit von österreichischen Spitalsärzten auf 25 Stunden reduziert werden. Laut einem APA-Bericht (derStandard.at) zeigt sich Sozialminister Hundstorfer nicht abgeneigt. Oberösterreichs LH Pühringer hat andererseits aus Kostengründen Widerstand angekündigt.
Macht eine Reduktion der maximalen Stunden pro Dienst ohne Reduktion der maximalen Wochenstunden Sinn?
Ist mit einem Qualitätsverlust durch häufigere Dienstübergaben zu rechnen?
Eurer TURNUSARZT.com Team
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Kommentare
pühringer meint also es wäre im sinne der ärzte und patienten dass ärzte 72 stunden pro woche hackln??? was nimmt der bitte, das möcht ich auch mal probieren!
Wer mal was wirklich hirnrissiges lesen will dem sei die Diskussion um die Interns Arbeitszeiten in NEJM zu empfehlen. Da stellen sich einem wirklich die Haare auf.
qualitätsverlust durch häufige dienstübergaben - was für ein schwachsinn.
dann muss ja die pflege DRINGEND auf 48h dienste umstellen!
und die verwaltung auch!!!!
achtung: ironie.
bin ganz deiner Meinung. Siehe auch http://www.akstmk.at/bilder/d77/Schichtarbeit_Walzl_Gesamt.pdf - Seite 32. Da kommt ja absolutes Sicherheitsgefühl auf, oder? ;-(
Moment mal, lese ich richtig???? Da wird endlich mal diskutiert die gemeingefährliche und v.a. patientengefährdende Prxis der 24h+ Dienste abzustellen und es wird ernsthaft das Argument eines Qualitätsverlusts wegen häufigerer Dienstübergaben in den Raum gestellt.

Wer auch immer dieses Argument vorgebracht hat (und ich weiß/hoffe daß das nicht von TA.com sondern von jemandem übernommen wurde) muss ja besoffen sein... Oder ich bin es...
Btw:
Die EU-Arbeitszeitrichtlinie sieht grundsätzlich vor, dass die wöchentliche Arbeitszeit auf 48 Stunden und die tägliche auf 13 Stunden limitiert wird, lässt aber unter bestimmten Bedingungen auch Ausweitungen zu. Der österreichische Gesetzgeber nützte diese Ausnahmebestimmungen, die für den Spitalsbereich bestehen, extensiv.
Selbst eine Reduzierung der Höchstarbeitszeit auf 24h am Stück wäre noch doppelt so hoch, wie das, was das EU-Recht vorsieht!!!!!
Die einzigen, die sich mWn EU-konform verhalten sind die AUVA-Häuser.
die EU-richtlinie definiert nicht wann so ein 24-stunden-"tag" anfangen oder aufhören muss. der juristische interpretationsspielraum lässt somit zu dass der arbeitgeber bestimmen darf wann der "arbeitstag" beginnt, nämlich nicht zwingend um 0.00. jetzt kann also der arbeitgeber sagen dein arbeitstag beginnt abends um 21.00, und du arbeitest davor 13 stunden und danach, somit hast du von 8.00 morgens bis 10.00 tags drauf durchgehend dienst, per definitionem aber pro 24-stunden-"tag" nicht mehr als 13 stunden gearbeitet (auch wenn du 26 stunden am stück gearbeitet hast).
ausserdem sind ruhezeiten nicht bezahlte arbeitszeit, das heisst, die umsetzung dieser richtlinie ohne gleichzeitige anhebung des grundlohnes würde erhebliche gehaltseinbußen mit sich bringen. und welcher arbeitgeber hebt schon freiwillig das grundentgelt an wenn er gleichzeitig mehr ärzte anstellen muss damit das dienstradl rennt?
reinste utopie in österreich.