Frage der Woche: Sexappeal
Mit dem Start unserer Reihe "Frage der Woche" gehen wir dem Mysterium "Welche medizinische Fachrichtung besitzt den meisten Sex-Appeal?" nach.
Es ist natürlich schwierig, diese Frage wissenschaftlich zu beantworten, da sie sehr subjektiv ist. Ärzte der Universitätsklinik Barcelonas haben im Jahr 2006 dennoch den Versuch gewagt und sogar eine Studie veröffentlicht. Darin verglichen sie 12 Chirurgen und 12 Internisten aus ihrer eigenen Klinik. Diese wurden nach ihrer Größe gefragt und um Fotos von sich selbst gebeten. Einer unabhängige Gruppe, bestehend aus drei Ärztinnen und fünf Krankenschwestern, wurden die Fotos vorgelegt; sie evaluierten dann das Aussehen auf einer Skala von 1 (=sehr schlecht aussehend) bis 7 (=sehr gut aussehend). Außerhalb der Wertung blieben 4 "externe Kontrollen", nämlich aus dem Fernsehen bekannte Mediziner (Harrison Ford, George Clooney, Patrick Dempsey und Hugh Laurie).
Das durchschnittliche Ergebnis war:
Chirurgen: 4.39
Internisten: 3.65
Externe Kontrollen : 5.96
Größe der Chirurgen: 179.4 cm
Größe der Internisten: 172.6 cm
Interessant sind die möglichen Erklärungen, die sich die Autoren der Studie überlegt haben. Chirurgen müssen größer sein um eine bessere Sicht auf den OP-Tisch und ihre Untergebenen zu haben. Außerdem scheint ihnen die Sauberkeit und der hohe Sauerstoffgehalt im OP-Saal gut zu bekommen. Ebenso könnten OP-Masken die Haut vor Mikrotraumata schützen und OP-Hauben Haarausfall verhindern. Internisten dagegen würden an äußerlicher Größe verlieren, indem sie sich schwere Stethoskope um den Hals hängen. Durch ständige Fortbildungen und lebenslanges Lernen würden sie von der Last des Wissens weiter heruntergebeugt.
Insgesamt muss man jedoch sagen, dass sowohl die untersuchte Stichprobe als auch das Evaluationskommitee zu klein, um aussagekräftig zu sein. Auch ist noch zu klären, welche Aussagekraft der Durchschnittswert hat und wie man verschiedene Störfaktoren eliminieren könnte. Dennoch bestätigt diese (nicht ganz ernst gemeinte) Untersuchung so manches Klischee. Wer weiß, vielleicht wird es schon bald wieder mehr Chirurgie-Assistenten geben...
Simon Zöllner
Phenotypic differences between male physicians, surgeons, and film stars: comparative study. Antoni Trilla, Marta Aymerich, Antonio M Lacy, Maria J Bertran. BMJ 2006;333:1291-1293 (23 December), doi:10.1136/bmj.39015.672373.80 (http://www.bmj.com/cgi/content/full/333/7582/1291)
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Kommentare
Forum Moderator
da dürften wohl die angehenden internisten mit einer nicht ganz ernst gemeinten studie nicht zurechtkommen...abgesehen davon wer braucht die studie? scrubs, gray's, er und junge götter in weiß zeigen tagtäglich wer die hosen an hat.
so.
“If you can't explain it simply, you don't understand it well enough”
Albert Einstein
hahaha cool!
warum regen sich Leute auf?
Ist doch gut, dass jemand mal eine lustige Studie macht.
Da ist durchaus was dran, Chirurgen sind eher die coolen Haudrauf Typen, vergleiche auch Scrubs
so einen schwachsinn sollte man eigentlich gar nicht anschauen. bereue meinen mausklick inzwischen...
nix besseres als so einen schmarrn auf lager??
so a bledsinn ... Internisten sind sicher viel schöner !
sowas idiotisches hab ich mein leben noch nie gehört
Was könnte einer Frau wohl besser gefallen:

"Ich schreib ihnen einmal ein Pulverl auf, damits nimma so zwickt, gö. Wenns net besser wird, kommens halt einfach wieder."
oder
"Das muss alles raus. Das, das, das und das. Aber keine Angst, ich werde Sie retten, und spätestens in zwei Wochen sans wieder draußen. Und falls Sie nach Ihrer Entlassung irgendwas bedrückt - das ist meine private Handynummer."
Ein Chirurg bedient das Klischee vom Jäger und Krieger halt eher.
Nur durchs Messer wirds besser.
dafür imponiert der internist mit wissen
Vollkommener Blödsinn